September

 

Der September verspricht noch einmal reiche Ernte in Garten und Natur. Nun werden Samen gesammelt, die es durchaus mit den neuen Superfoods aufnehmen können, aber kostenlos sind. Sehr vitalstoffreich sind Brennesselsamen, die für Energie,  schöne Haut und kräftige Haare sorgen. Die Samen der Nachtkerze (Oenothera biennis) sind reich an Gamma-Linolensäure. Diese regt den Hautstoffwechsel an, wirkt leicht beruhigend und Blutfett senkend. Wer an PMS leidet, also vor der Menstruation  Brustspannen und schlechter Laune hat, sollte es einmal mit Nachtkerzenöl oder Samen probieren. Allerdings muß man sie über einen längeren Zeitraum (2-3 Monate) nehmen, damit sie ihre Wirkung entfalten. Auch wer unter Wechseljahresbeschwerden leidet sollte Nachtkerzenöl / Samen als Nahrungsergänzung zu sich nehmen.

Im September reifen auch viele Wildfrüchte, allen voran die Hagebutten. Auch sie haben ein hohes gesundheitsförderndes Potential. Wer an Rheuma und Gicht leidet sollte regelmäßig Hagebuttentee trinken. Das hilft, da es Blase und Niere anregt überschüssige Harnsäuren auszuscheiden. Auch die Hagebuttenkerne können dafür verwendet werden (siehe Frauen !Kreativ!)
Auch Wurzeln können  jetzt noch geerntet werden. Löwenzahnwurzeln können zu Tee, oder zu Löwenzahnwurzelkaffee verarbeitet werden. Die Wurzeln regen den Gallenfluß an und entlasten die Leber. Außerdem werden Blase und Nieren angeregt und überflüssige Flüssigkeit ausgeschwemmt. Wenn man( n) eine Erkrankung der Prostata hat sollte man sich eine Brennesselwurzeltinktur ansetzen (Anleitung in Frauen!Kreativ!).

 

Ist Ihnen auch aufgefallen wie wenig Insekten, vor allen Dingen Bienen und Hummeln, es gibt?

Ich habe in diesem Jahr viele tote Hummeln in meinem Garten gefunden. Als ich einen befreundeten Imker fragte, woran das liegen könne, war ich zunächst geschockt.
Wahrscheinlich sind sie an Milbenbefall eingegangen oder schlichtweg verhungert. Und das in meinem mit nektarreichen Blüten ganzjährig bestückten Garten? Die schlichte Erklärung war, das die Insekten bei Erreichen meines Gartens schon so geschwächt waren, das sie nicht mehr fressen konnten.
Es ist ja auch sehr kraftaufwendig von Blüte zu Blüte zu fliegen bis man seine Tanks wieder aufgefüllt hat. Nach einer Lösung befragt, bekam ich den Tipp vom Imker, mit Honigwasser bestückte bunte Untersetzer aufzustellen. Diese sorgen bei den halbverhungerten Tieren für ein schnelles Auffüllen der Energiereserven, so daß sie nicht sterben müssen. Die Zuckerquelle wurde dankbar angenommen und ich fand nur noch einige mit Milben befallene tote Hummeln. Es wäre schön wenn noch mehrere Menschen diese kleine Nothilfe leisten würden. Man sollte die Teller natürlich nicht in der Nähe des Sitzplatzes aufstellen.

Bei mir im Garten gibt es verschiedene Pflanzen, die Bienen und Hummeln lieben. Es fängt an mit Krokus, Winterling und Weidenkätzchen. Diese Frühblüher sind besonders wichtig, da die Insekten aus dem Winterschlaf erwachen und dringend Nahrung benötigen. Danach kommen die Obst- und Baumblüten und das Nahrungsangebot ist mit den üblichen Gartenblumen gedeckt. Danach wird es jedoch wieder knapp, denn Ende Juni/ Anfang Juli sind die Wiesen und Feldränder gemäht worden und die Insekten sind zunehmend auf unsere Gartenblumen angewiesen.

 

Lieblingsblumen in meinem Garten sind: Quendel, Herzgespann, Digitalis, Salbei, Lavendel, Wildrosen und ungefüllte Rosen, Beinwell, Katzenminze u.a. Vielleicht ist dies eine kleine Anregung zwischen die prachtvollen, gefüllten Zierstauden auch genügend Nektarspender zu setzen.
Ist der Garten groß genug, dann gönnen Sie doch unseren Schmetterlingen eine Brennesselecke.
Brennesseln sind das Hauptnahrungsmittel für unsere heimischen Schmetterlingsraupen.
Die Schmetterlinge selbst lieben den Schmetterlingsflieder, der im nektararmen Hochsommer blüht.

Den Bienen sollte unsere besondere Aufmerksamkeit gelten. Traurigerweise produzieren heutzutage „Stadtbienen“ gesünderen Honig, als „Landbienen“. Diese haben mit Nahrungsmangel, Monokulturen, Pestiziden und gestylten Gärten zu kämpfen. Dieser  Umweltstreß schwächt die Tiere nachhaltig und macht sie anfällig für  Krankheiten und Parasiten, wie die Varoa-Milbe. Dabei gelten unsere Bienen als unverzichtbar in unserem Ökosystem. Sie bestäuben unsere Obstbäume, Beerensträucher und liefern uns schönen, gesunden Honig und andere Produkte, die für unsere Gesundheit sehr wertvoll sind.

 

Honig :

Der Honig hat durch seine reichhaltige Zusammensetzung einen sehr positiven Effekt auf verschiedene gesundheitliche Beschwerden. Er wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und ist somit ein gutes Wundheilmittel. Er fördert die entgiftende Funktion der Leber, fördert die Darmperistaltik und Sekretion von Magensäure. Er lindert Halsschmerzen und beruhigt (Honigmilch als Schlummertrunk).
Aber nicht nur Honig wird in einem Bienenstock produziert
Ein ganz gesundes und revitalisierendes Nahrungsmittel ist der Blütenpollenhonig.
Dieser enthält außer Honig noch die Pollen der Blütenpflanzen.

Etwas bekannter ist mittlerweile auch Propolis.:

Verwendbar ist es als Extrakt, Tinktur oder Salbe. Propolis unterstützt das Immunsystem, bekämpft freie Radikale.
Als verdünnte Tinktur hat es sich bei Entzündungen im Mundbereich, vor allen Dingen bei Parodontose bewährt.
Mein Lieblingsbienenprodukt ist der Honigwein: Met. Ich setze fast alle Heiltränke mit Met an,weil ich ihn einfach gern mag.

Zum Schluß noch das edelste Bienenprodukt: das Gelee Royale:.

Gelee Royale ist der Futtersaft, mit dem die jungen Bienenköniginnen gefüttert werden.
Es wird von der Kosmetikindustrie genutzt (meist synthetisch hergestellt) hat aber auch zunehmend erforschte Heilkräfte, vor allen Dingen bei zehrenden Krankheiten, wie Infektionen und starken Schwächezuständen.
Dabei ist es auch in sehr geringer Dosierung wirksam, verdirbt aber auch schnell. Am besten fragen Sie bei Bedarf einen Imker nach Gelee Royale und verarbeiten dann eine geringe Menge in Honig oder in Öle, um eine längere Haltbarkeit zu erreichen.
Wer mehr über die Medizin aus dem Bienenstock erfahren will, dem sei das Buch: Sanft heilen mit Bienenprodukten von Dr. med. Stefan Stangaciu, Haug Verlag, empfohlen

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Ich werde in Zukunft Ableger meiner Heilpflanzen und Kräuter vor meinem Haus platzieren, unter denen sich viele Bienenpflanzen befinden.

Bitte bedienen Sie sich, wenn Sie bei mir vorbei kommen reichlich, um die Pflanzen als Bienenfutter in den Garten, oder auch auf den Balkon zu pflanzen.
 

Samen

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