Samen

 

Brennesselsamen:

Sie werden im August/ Anfang September gesammelt (Handschuhe anziehen).
Sie sollten noch grün oder grüngelb aussehen.
Luftig und warm trocknen, oder bei geringer Hitze im Backofen trocknen ( Kochlöffel in die Ofentür klemmen, max. 40 Grad).
Sind die Samen trocken, werden sie abgerebelt und in Gläsern oder Papiertüten trocken aufbewahrt. Man kann sie in Brot einbacken, übers Müsli streuen und in Suppen streuen. Der Geschmack ist leicht nussig. Hunde und Katzen bekommen ein schönes glänzendes Fell, wenn man, ab und zu, ein wenig von dem Samen ins Futter mischt.

Extrakt aus Brennesselwurzeln bei Prostataproblemen:

Man sammelt die frischen Wurzeln, säubert sie gründlich und füllt sie in ein Schraubglas (voll). Dann gießt man mit 45% igem Alkohol auf, bis alle Wurzeln bedeckt sind.
Nun lässt man das Ganze 2-3 Wochen ziehen, schüttelt es gelegentlich und seiht es dann durch einen Kaffeefilter ab. Der Extrakt wird in dunkle Tropfflaschen gefüllt. Die Tagesdosierung ist: 3x täglich 20 Tropfen bis zum Abklingen der Beschwerden.

 

Gewinnung von Nachtkerzensamen (Oenothera biennis):

Die Samen der Nachtkerze sind sehr fein. Am besten schneidet man Mitte bis Ende September den Pflanzenstängel mit den Samenschoten ab und trocknet alles auf einem Tuch oder Tablett. Ist alles trocken, öffnen sich die Schoten von selbst, oder unter ganz leichtem Druck. Die Samen kühl und trocken lagern und vor dem Verwenden eventuell etwas anmörsern. Lecker ist auch ein Brotaufstrich mit anderen Nüssen und Samen, zusammen klein gemörsert und mit etwas gutem Öl zu einer Paste vermischt.

 

Löwenzahnwurzelkaffee:

Die gesammelten Wurzeln des Löwenzahns werden gründlich gewaschen, gereinigt und in kleine Stücke geschnitten. Dann werden sie getrocknet und nach dem Trocknen in einer Pfanne oder auf dem Backblech geröstet. Dabei die Wurzeln oft umrühren, damit sie gleichmäßig geröstet werden. Nach dem Rösten in einem luftdicht verschlossenen Gefäß aufbewahren.
Für die Zubereitung werden die getrockneten Wurzeln wie Kaffee gemahlen. Ein Teelöffel Pulver wird mit einer Tasse Wasser aufgekocht. Nicht allzu lange ziehen lassen, sonst schmeckt das Getränk bitter.

Tee aus Löwenzahnwurzel:

Die gesammelten Wurzeln waschen, reinigen,  klein schneiden und zum Trocknen auslegen.
Für den Tee übergiesst man einen  gehäuften Teelöffel Wurzeln mit einer Tasse Wasser und lässt alles ungefähr 5 Minuten ziehen. Da die Bitterstoffe die Wirkung ausmachen sollte der Tee ungesüßt getrunken werden. Der Tee sollte zur Anregung der Leber- und Gallefunktion,  etwa 4 -6 Wochen kurmäßig getrunken werden. Danach mindestens 4 Wochen aussetzen.

 

Hagebutte:

Ein gehäufter Teelöffel Hagebutten werden mit einer Tasse kaltem Wasser angesetzt.10 Minuten kochen lassen und 15 Minuten ziehen lassen. Kurmäßig drei Tassen am Tag trinken. Hilft bei Blasen und Nierenkrankheiten, Rheuma und Gicht, bei Frühjahrsmüdigkeit, regt die Neubildung von Immun- und Körperzellen an. Gut als Mundspülung bei Parodontose. Enthält Vitamin B1, ist also auch nervenberuhigend und macht stressresistenter.

Hagebuttenkerntee:

Die oben ausgelösten Kerne werden bei geringer Hitze im Ofen auf einem Blech getrocknet ( unter 50 Grad ). Während der Trocknung das Blech öfter aus dem Ofen nehmen, schütteln und darüber blasen,  um die Härchen zu entfernen.Für den Tee mörsert man 2 Teelöffel Kerne leicht an und kocht sie mit einer Tasse Wasser 10 Minuten auf. Abseihen und eventuell mit etwas  Honig süßen.Der Tee schmeckt angenehm nach Vanille.Er wurde von Pfarrer Kneipp besonders bei Nieren-und Blasensteinen empfohlen. Durch seine leberstärkende Wirkung wird er auch als Stoffwechsel anregende Kur empfohlen.

Hagebuttenmark:

Sehr reife Hagebutten werden halbiert und die Kerne sorgfältig entfernt. Unter fließend Wasser gründlich abspülen. Die Hagebutten in eine Porzellanschüssel geben und mit Wasser oder Wein übergießen. Alles an einem kühlen Ort ,zugedeckt, 3 Tage stehen lassen. Das Wasser abgießen und die weich gewordenen Früchte durch die „ Flotte Lotte“ oder durch ein Sieb streichen.Das Mus zu gleichen Teilen ( oder weniger ) mit Zucker mischen und unter Rühren bis kurz vor dem Kochen erhitzen.Dann das Mus in Marmeladengläser füllen und verschließen.Das Mus kann  mit Vanille, Zitronensaft, Zimt , Ingwer oder Rum gewürzt werden. Gut schmeckt es auch gemischt mit Apfel- Birnen-oder Quittenmus.