Juni

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Das Johanniskraut ist im Volksbrauchtum eng mit dem Fest der Sommersonnenwende verbunden. Die Sonne hat im Juni Ihren höchsten Stand erreicht.Johannikraut Dies ist auch der Zeitpunkt an dem das Johanniskraut in voller Blüte steht.  Es ist also eine Heilpflanze die eine starke Verbindung zur Sonne und ihren Lichtkräften hat. Seine gelben Blüten Leuchten wie kleine Sonnenräder, die vielen Staubblätter stellen die Funken dar. Blüten und Blätter tragen gut erkennbare Öldrüsen, die beim Zerreiben blutrotes Öl abgeben. Dies ähnelt unserem Blut und ist der Lebenssaft der Pflanze in dem ihre Sonnenkräfte gespeichert sind. Die Blüte stellt einen Fünfstern dar. Dies ist das heilige Symbol der Druiden und steht für das Gute und bei den Christen sah man darin die fünf Wundmale Christi. Eine Pflanze die so viele Mythologien um sich versammelt, muss von großer Heilkraft sein. Das Hauptthema des Johanniskraut ist Licht. Der Wirkstoff Hypericin verursacht eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut. Andererseits ist es ein wunderbares Heilmittel, wenn sich die Seele verdunkelt hat, also bei Depressionen. Ferner ist es ein Mittel der Rekonvaleszenz nach schweren Krankheiten. Die Wirkstoffe verbessern die Sauerstoffversorgung der Zellen und zeigten in Laborversuchen eine antivirale Wirkung. In der Praxis hat sich auch eine Sehr gute Wirkung bei Nervenschmerzen aller Art  (Ischialgie , Neuropathie) und ganz allgemein bei Rückenschmerzen herausgestellt. Die Breußmassage mit Johanniskrautöl kann auch starke Schmerzen (Bandscheibenvorfall) lindern. Dies ist eine Erfahrung, die ich auch aus meiner langjährigen Praxistätigkeit bestätigen kann. Das Johanniskraut wird deswegen in der Homöopathie auch „Arnica der Nerven” genannt.

Die Tinktur und der Tee aus Johanniskraut kann bei Kopfschmerzen, Menstruationsschmerzen, Bauchweh und nervlicher Erschöpfung versucht werden.
Von dem Tee trinkt man bei Bedarf 2-3 Tassen pro Tag, von der Tinktur nimmt man 3x täglich 10 Tropfen.


Es gibt jedoch ganz wichtige Einschränkungen zur Einahme von Johanniskraut.
Es sollte nicht eingenommen werden bei:

  • Einnahme der „Pille”
  • Einnahme von Cumarin-Präparaten oder Digoxin-Präparaten und bei Immunsuppression nach Organtransplantation.
     
  • Auch Sonnenstudio und ausgedehnte Sonnenbäder sind nicht zu empfehlen.


Ansonsten ist das Johanniskraut eine gute Einstiegsdroge für angehende Kräuterhexen.
Die verschiedenen Präparate sind leicht und sicher herzustellen.
Mit dem Öl, der Tinktur und dem Tee hat man ein gutes Rüstzeug für viele Alltagsprobleme. Mehr dazu in Frauen! Kreativ!

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