Juni

 

Nun schwelgt die Natur in ihrer schönsten Fülle.
Der Juni ist der Monat der Holunderblüte, der Rosen und der Erdbeeren. Alle Sinne sind angesprochen.
Für mich persönlich ist der typische Junigeruch der von blühendem Korn. Er ist besonders intensiv nach einem Regenschauer. Jedes Jahr wieder spannend ist auch die beginnende Rosenblüte.
Ich bin eine Rosenliebhaberin und verarbeite meine Rosen kulinarisch und kosmetisch.
Der Duft und der Geschmack von Rosen verspricht immer einen Hauch von Luxus und Weiblichkeit und schenkt jeder Frau einen Hauch der Liebesgöttin Venus.
Wer davon im eigenen Garten nicht genug bekommt, oder keinen Garten hat, sollte im Juni mal ein Rosarium besuchen. Letztes Jahr besuchte ich mit meiner Schwester das Rosarium in Sangerhausen.
Schlicht überwältigend war die Vielzahl der Blütenformen und der Düfte! Rezepte mit Rosen und mit Holunderblüten finden Sie in der Rubrik Frauen!Kreativ!

 

Die Hauptsache im Juni ist jedoch die hochstehende Sonne.
Lange, schon warme Tage und kurze Nächte.
Vor Jahren fand ich in einem Buch eine schöne Meditation zum Thema Sonne: Das Sonnenatmen.
Am schönsten ist diese Übung für Frühaufsteher, nämlich bei Sonnenaufgang. Machen Sie sich in der Zeit der Sonnenwende die Mühe, einmal sehr früh aufzustehen (ja, sehr früh: gegen 4 Uhr 30), um einen Sonnenaufgang zu betrachten und sich mit dem Sonnenatmen mit Energie aufzuladen.
Gehen sie vor Sonnenaufgang an einen Platz (günstigenfalls auf einen Hügel), an dem Sie sehen, wie die Sonne am Horizont als Ball aufgeht. Betrachten Sie das rötlich, goldene Licht.
Stellen Sie sich ruhig hin und stellen Sie sich vor, wie dieses Licht über Ihr Kronenchakra, bei jedem Atemzug, von oben golden in Ihren Körper eingeatmet wird.
Stellen Sie sich weiter vor, daß bei jeder Ausatmung alles Negative und Schwarze, das sich in Ihrem Körper festgesetzt hat, vom Licht verdrängt, durch Ihre Füße in die Erde abgeleitet wird.
Setzen Sie die Übung so lange fort, bis Sie das Gefühl haben, dass jede Zelle Ihres Körpers mit goldenem Licht geflutet ist.
Zum Abschluss danken Sie der Sonne für ihre goldene Energie, die alles Wachsen lässt. Vielleicht tun Sie das, wie die Inder, mit der Namaste- Geste.

 

Nach dieser Übung kann man auch noch eine reinigende Hausräucherung mit Sonnenwendkräutern anschließen, die man auf dem Heimweg sammeln kann.
Eine kleine Auswahl von Sonnenwendekräutern zum Räuchern :
Johanniskraut:    Vertreibt Ängste,stimmungsaufhellend ( Blüten )
Rose:                   Harmonisierend und ausgleichend (  Blüten )
Königskerze:        Vertreibt schlechte Stimmungen und laut Volksglaube, schlechtes Wetter ( Samen, Blüten )
Mädesüß:            Fördert die Kraft der Liebe und der Intuition( Blüten)
Muskatellersalbei: Schutz und Geborgenheit, regt Kreativität an ( Blüten )
Beifuß:               Schutz, Segen und Reinigung ( Blütenrispen)
Schafgarbe:        Fördert Intuition und Hellsicht
Salbei:                Reinigt, vor allen Dingen nach Krankheiten ( Blätter )
Thymian:            Stärkt und kräftigt das Selbstvertrauen und den Willen ( Blätter )
Minze:                Regt den Geist an, erfrischend ( Blätter )
Rosmarin:          Macht traurigen Menschen wieder Mut, reinigt ( Triebspitzen )
Majoran:            Besänftigt, gegen ärgerliche Atmosphäre, beruhigt
Ysop:                 Klärend, segnend und reinigend ( Blätter und Blüten )
Lavendel:           Klärt die Gedanken, reinigt und desinfiziert ( Blätter und Blüten )

 

Ich wünsche Ihnen eine helle und sonnige Mitsommerzeit
und viel Spaß beim Kräutersammeln und Ausprobieren der Rezepte.

Rezepte

Sonnenwendrezepte