Gruene Neune

Die Neunkräutersuppe

Die Neunkräutersuppe wird auch Gründonnerstagssuppe genannt. Zu vorchristlichen Zeiten war sie eine Kultspeise, mit der sich die Menschen mit den aufstrebenden, überschäumenden Lebenskräften der wiedererwachenden Natur verbanden. Im Frühjahr sammelte man die ersten Blättchen von :

Vogelmiere, Giersch, Beinwell, Löwenzahn, Gänseblümchen, Schnittlauch, Brennessel, Sauerampfer, Thymian, Bärlauch,  Pimpinelle und andere Küchenkräuter, die je nach Jahreszeit ihre ersten Blätter gebildet haben. Für einen Liter Suppe müssen Sie ungefähr drei Hände voll Kräuter rechnen. Solch eine Suppe regt den faulen Winterstoffwechsel an und verbindet mit den neuen Vegetationskräften. Die erste Wildkräutersuppe des Jahres sollte man vielleicht unter dieser Prämisse essen. Auch das ganze Frühjahr über sollten Sie so oft wie möglich  junge frische Kräuter essen.

Nun zwei Rezepte


Erhitzen Sie etwas Öl in einem Topf und geben dann etwa vier Eßlöffel Dinkelvollkornmehl dazu. Kurz anbräunen und dann unter Rühren 1 Liter Gemüsebrühe dazugeben. Noch circa ¼ Liter Sahne dazu und einmal aufkochen. Zuletzt werden die  gewaschenen und gehackten Kräuter dazugegeben. Den Topf von der heißen Platte nehmen und alles noch ein wenig ziehen lassen, salzen und pfeffern. Dazu passen Butterbrote.


Kochen sie aus 500 g Kartoffeln und 200g Karotten eine Kartoffelsuppe. Machen Sie die Kartoffelsuppe wie immer ( mit Zwiebeln, Brocoli, Sahne e.t.c. ) geben Sie zum Schluß die gewaschenen und gehackten Wildkräuter hinzu. Dies ist auch eine sehr leckere Variante


Anmerkung: Mischen Sie die Menge der Kräuter nach ihrem Geschmack. Giersch und Thymian zum Beispiel haben einen sehr intensiven Geschmack und sollten deswegen nur in geringen Mengen in die Suppe kommen. Gehen Sie beim Sammeln nach Ihrer Nase. Sammeln Sie in der „Wildnis” dann halten Sie sich fern von Straßen und gespritzten Äckern. Auch der direkte Wegesrand ist wegen eventueller Hundetoilette tabu.
Waschen Sie die Kräuter gründlich.


Guten Appetit !