August

Der August ist der Erntemonat.
Tag und auch bis in die Nacht brummen die Mähdrescher über die Felder.
Es ist immer wieder ein für mich rührendes Bild, wenn die goldenen Körner auf die Transportwagen fließen. Was für eine Fülle! Auch schon früher wurde diese Zeit der Fülle gefeiert:
Der 1. August ist in den keltischen Ländern das Erntedankfest.
Die Iren ehrten die Getreidemutter Lammas und den Lichtgott Lugh ( Lugnasad ) . Das wärmende Licht des Lugh lässt die Feld-und Gartenfrüchte üppig reifen.

 

Auch wir können nun aus dem Vollen schöpfen’:

Die Gartenfrüchte bescheren uns reiche Ernte und die heiße Augustsonne läßt die Birnen und Äpfel reif werden.

Wer keinen Garten hat, kann einmal auf den Wochenmarkt schauen.
Jetzt gibt es ganz viele regional angebaute Früchte, vielleicht auch aus biologischen Anbau.
Im heißen August sollten wir so viel es geht frisches Obst und Gemüse essen.
Erstens entlastet uns eine gemüsereiche Kost bei großer Hitze und zweitens bauen wir ein gutes Immunsystem auf, das uns im Winter vor allzu vielen Erkältungen schützt.

Im August befinden wir uns in der heißesten Zeit des Jahres, den Hundstagen. Diese Bezeichnung stammt vom Sternbild des großen Hundes ab, das von Ende Juli bis Ende August am Nachthimmel zu sehen ist.

Ein Stern aus diesem Sternbild ist der Sirius,der der hellste Stern am Morgenhimmel ist (Richtung Südosten schauen). Der Blick in den Himmel lohnt sich allemal, da ab ungefähr Mitte August die „Plejaden“ zu sehen sind. Das ist ein jährlich wiederkehrender Sternschnuppenregen.

.Also, wer noch ganz dringende Wünsche hat ,der sollte einmal eine laue Augustnacht im Freien und außerhalb der erleuchtete Städte verbringen. Das Schauspiel am Himmel ist wirklich fantastisch.

 

 

Wer Heilkräuter sammeln will, oder Teekräuter, der sollte das zwischen dem Vollmond im August und dem Vollmond im September tun.

Diese Tage werden die „Frauendreissiger“ genannt. Jetzt haben die Heilkräuter viel Sonne getankt und einen hohen Gehalt an Wirkstoffen aufgebaut. In den katholischen Alpenländern gibt es, bis heute noch, am 15. August die Kräuterweihe ( Maria Himmelfahrt ).

Als ich einmal für einen Kuraufenthalt im Allgäu war, konnte ich an diesem Tag die wirklich beeindruckenden Gebinde bewundern, welche die Frauen zur Weihe in die Kirche trugen. Ein wunderschöner Brauch, der sicherlich  in vorchristlicher Zeit seinen Ursprung hat .In der Rubrik Frauen!Kreativ! habe ich noch einige Rezeptideen für die Frauendreisssiger zusammengestellt.

Nicht zu vergessen sind auch die jetzt reifen Holunderbeeren. Saft und anderes aus Holunderbeeren halten uns im Winter gesund, also nicht vergessen, denn auch unsere gefiederten Freunde wissen das und die Beeren sind dann schnell „vergriffen“.

 

 

Ich komme nun noch einmal auf den Anfang des Textes zurück.

Auf das schöne Korn. Leider ist das heutzutage nicht mehr so.
Seit wir auf dem Land wohnen(direkt neben einem Feld), kann ich beobachten, unter welch schrecklichen Bedingungen „unser täglich Brot“ produziert wird. Da wird im Frühjahr bis in den Frühsommer hinein gespritzt was das Zeug hält. Ich will den Landwirten jedoch keinen Vorwurf machen. Diese Kämpfen auch gegen diktierte Weltmarktpreise und sinkende Erträge.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, das die Erträge trotz optimaler Bedingungen zurückgehen. Das heißt, durch diese Art der Landwirtschaft sinkt die Bodenfruchtbarkeit Die Folgen für die Umwelt sind immens. Ich las neulich, das die Zahl der Insekten um 80% zurückgegangen ist. Das heißt, daß viele Vogelarten keine Lebensgrundlage mehr haben und eventuell aussterben werden. .Steht uns in Zukunft wirklich ein stummer Frühling ins Haus?
Ich finde, jeder trägt dafür die Verantwortung, das es nicht so kommt.

Da der Markt bestimmt, was produziert wird und wieviel es kostet, kann jeder dazu beitragen. Muß es wirklich immer das Superbilligbrot vom Discounter sein? Oder gibt es vielleicht noch einen Bäcker in Ihrer Nähe, der nicht mit Fertigteiglingen backt, sondern noch regionale Produkte verwendet? Vielleicht sogar Bio?
Schauen Sie sich einmal um, dann findet sich auch für Sie eine verantwortungsbewußte, individuelle Lösung.

Ich habe, nachdem unser regionaler Bäcker wegen fehlender Nachfolge geschlossen hat, meine Lösung gefunden:
Ich backe mein Brot und meine Brötchen selbst.
Das ist gar nicht so schwer und das Brot schmeckt außerordentlich lecker.

Hier finden Sie einige, einfache Rezepte. Probieren Sie es doch einfach einmal aus.

Brot

Brot

Frauendreissiger

Frauendreissiger