April

Heilpflanze des Monats April : Der Gundermann ( Glechoma hederacea )

Der Gundermann gehört zu den Pflanzen die stets in der Nähe menschlicher Siedlungen gedeihen. Ähnlich wie der Holunder verkörperte er in alten Zeiten die Haus-und Hofgeister.Der Gundermann ist auch deswegen ein wichtiger Bestandteil der Gründonnerstagssuppe. Sie wurde zubereitet um die Menschen im Frühling mit der aufschäumenden Kraft der Natur zu verbinden.Der Name des Krauts bezieht sich schon auf dessen Heilwirkung: Gund  ist das germanische Wort für Eiter. Diese Pflanze kann ,äußerlich und innerlich angewandt,  bei  allen chronischen und eitrigen Zuständen helfen . Der Gundermann ist entzündungshemmend , zusammenziehend.Er löst Schleim, regt Blase und Nieren an und wirkt aus diesem Grund blutreinigend. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist das Ausschwemmen von Schwermetallen aus den Körperdepots.Schon die Maler in alten Zeiten entgifteten sich mit Gundelrebentee. Durch den ständigen Kontakt mit bleihaltigen Farben litten viele Maler an Schwermetallvergiftung.Eine Besonderheit ist das Gundermann -Öl nach Susanne Fischer ￿Rizzi. Dieses hervorragende Wundöl hilft bei der Behandlung von eitrigen Wunden, Narben, Geschwüren und Verletzungen.In der Frauenheilkunde hilft der Gundermann bei eitriger Brustwarzenentzündung während der Stillzeit. Der Tee aus der Pflanze wird hier mehrmals täglich getrunken und als Auflage auf die Brust gelegt.Hildegard von Bingen empfahl die Gundelrebe zur Reinigung und Entstauung der Gebärmutter. Bei Myomen lohnt sich deswegen ein Therapieversuch mit dem Myomelixier nach Hildegard von Bingen ( Rezepte bei Frauen!Kreativ! )Gundermann

Mystisches :In der Vergangenheit war der Gundermann als Milchzaubermittel bekannt. So wurde die erste Milch der Kühe nach dem Weideaustrieb durch einen Gundermannkranz gemolken um sie vor Verzauberung zu schützen. Gleiches wurde gemacht , wenn die Milch schnell schlecht wurde,oder sich nicht buttern ließ. Aufgrund dieser Praktiken heißt der Gundermann in manchen Gegenden heute noch Kranzkraut.